Was ist ein guter Text? – Meine ganz persönliche Antwort

Stopp! Lasst uns kurz innehalten, bevor wir weiter tippen oder die KI für uns schreiben lassen. Es lohnt sich, sich bewusst zu machen, was eigentlich ein (guter) Text ist.

Stopp! Lasst uns kurz innehalten, bevor wir weiter tippen oder die KI für uns schreiben lassen. Es lohnt sich, sich einmal bewusst zu machen, was eigentlich ein (guter) Text ist.

Jetzt denkst du vielleicht: Pah, ganz einfach, jeder Mensch weiß doch, was ein Text ist:

  • eine Aneinanderreihung von Sätzen
  • die Bedeutung transportieren
  • die sich an jemanden richten
  • und einen Zweck erfüllen

Fertig. Alles klar, oder? Dann kann ich hier ja einen Punkt machen und meinen Laptop zuklappen. Feierabend!

Gute Texte bieten ECHTE Orientierung

Damit würde ich es mir aber verdammt einfach machen – und gleich einen der größten Fehler wiederholen, der beim Schreiben mit der KI häufig passiert:

Ich würde dir keine echte Orientierung geben, denn ich wiederhole ja nur, was dir auch die KI oder ein Lexikon sagen würde. Ja schön, du weißt jetzt, was ein Text ist. Aber du bist nicht wirklich schlauer geworden.

Natürlich könnte ich meine Text-Definition noch etwas ausführen oder: ausführen lassen. Die KI schreibt mir in Windeseile eine saubere, brauchbare Definition „Text“ und liefert mir eine Liste verschiedener Textarten inklusive ihrer Beschreibungen gleich mit dazu. Echt fleißig – aber willst du die wirklich alle lesen?

Jeder Text funktioniert anders

Jeder Text funktioniert anders, das ist schon wichtig. Ein Zeitungsartikel ist etwas anderes als ein Gedicht, ein Blogartikel etwas anderes als ein Buch. Wenn ich dir in diesen Text aber 20 Absätze über verschiedene Texten hineinkopieren würde, würde ich dir aber bestimmt nicht helfen, sondern mein Ziel gewaltig verfehlen.

Doch das ist oft genau das, was passiert, wenn die Menschen eine KI bedienen, die eigentlich nicht so recht wissen, was einen informativen Text ausmacht: Sie schreiben einen allumfassenden Blogbeitrag im Lexikon-Stil, der alles und zugleich nichts sagt. Der SEO-mäßig vielleicht gut funktioniert, aber weder Orientierung gibt noch eine klare Stimme oder Perspektive zulässt. Von einer Haltung oder Meinung ganz zu schweigen.

Du merkst sicher, dass ich in diesem Blogartikel persönlich zu dir spreche. Auch hast du mitbekommen, dass ich aus der Perspektive der Texterin mit journalistischem Background eine kritische Haltung einnehme.

Das ist für mich ein guter Text

Du liest diesen Blogartikel sicher nicht, weil du von mir hören willst, dass Texte aus Sätzen bestehen. Du bist sicherlich auf der Suche nach einer neuen oder überraschenden Erkenntnis, über die du weiter nachdenken kannst. Die dich stimuliert, inspiriert und gedanklich einen Schritt weiterbringt. Diese kann ich dir bieten:

Für mich ist ein guter Text vor allem eines:

die Summe guter Entscheidungen.

Er besteht aus einer sinnvoll getroffenen Auswahl von wahrhaftigen Informationen und Aussagen.

Wichtig: Was lasse ich weg?

Wie steige ich in einen Text ein? Welche Informationen sind wichtig? Was lasse ich weg? Welches Wort passt am besten? Es gibt unzählige Entscheidungen, die ich beim Schreiben treffe. Dabei geht es nicht um Schönheit oder Vollständigkeit, sondern um menschliche Orientierung und Wirksamkeit: Hilft dir der Text? Bietet er eine neue Perspektive? Verändert er dein Denken? Motiviert er dich zum Handeln?

Diese Entscheidungen können anstrengen und auch mal weh tun, wenn du dich zum Beispiel von vollkommen überflüssigen, aber lieb gewonnenen Absätzen verabschieden musst. Deine Text-Entscheidungen kannst du mit oder ohne KI treffen, aber du solltest beurteilen können, ob sie gut sind und dem Zweck deines Textes wirklich dienen. Und, ganz wichtig: Deine potenziellen Leser*innen solltest du immer im Blick haben.

Zuerst das Briefing: Diese Fragen stelle ich neuen Kund*innen oft und gerne

Schnee in Spanien oder: Die 4 häufigsten Fehler bei der Arbeit mit Quellen

Teile diesen Blogartikel:

Das könnte dich auch interessieren